Unter dem Deckmantel der „Flexibilisierung der Betreuung“ wurde in der Steiermark in den letzten Jahren folgendes durchgesetzt:

  • Erhöhung der Kinderhöchstzahl in Kinderkrippen von 10 auf 14 Kinder
  • Erhöhung der Kinderhöchstzahl in Integrationsgruppen für Kinder ohne besondere Erziehungsansprüche von 10 auf 13 Kinder
  • Reduzierung des Personalschlüssels in den Kinderkrippen von vormals 2 Fachkräften ab dem 1. Kind und einer 3. Fachkraft für die weiteren 5 Kinder auf nur mehr 1 Pädagog/in für die ersten 3 Kinder und die Bestellung einer 3. Fachkraft erst ab dem 12. (!) Kind bzw. 11,5 Punkten nach der Faktorenberechnung
  • Seit 2007 Reduzierung des pädagogischen Hilfspersonals durch „Randzeitenbetreuung“ von bis zu 7 Kindern mit nur einer Kindergartenpädagog/in (in sämtlichen Einrichtungen möglich, ausgenommen Kinderkrippen)
  • Randzeitenbetreuung in alterserweiterten Gruppen durch eine Kindergartenpädagog/in: Erhöhung von vormals maximal 6 anwesenden Kindern auf 7 Kinder
  • Heranziehung der Kindergartenpädagog/nnen zu 2 zusätzlichen Wochen Kinderdienst in den Hauptferien (Anstellung nach Gemeindedienstrecht) ohne finanzielle Abgeltung dieser Mehrleistung
  • Vertretung der Kindergartenpädagog/nnen durch Kinderbetreuer/innen (= provisorische Weiterführung) von vormals 1 Woche auf bis zu 3 Wochen erhöht
  • Hortzusatzausbildung für alterserweiterte Gruppen gesetzlich nicht mehr erforderlich
  • Leiter/innenbestellung: Unterschreitung der zweijährigen einschlägigen Verwendung im Fachdienst wird vom Land Steiermark bewilligt, wenn glaubhaft keine Bewerber/in gefunden wird
  • Keine pädagogischen Anforderungen für die Neue Nachmittagsbetreuung
  • … sowie die bereits erwähnte Reduzierung des Anstellungserfordernisgesetzes, die den Zündfunken für die Initiative #kinderbrauchenprofis bildete: wenn glaubhaft keine Kindergartenpädagog/n gefunden wird, kann für maximal 1 Jahr eine fachlich geringer qualifizierte Person als Ersatz angestellt werden