Groll des Kindergartenpersonals wächst

orf.at, 22.1.2021

Auszug: Doch auch abseits von der Krisenzeit passe es nicht, sagte Hintermeier von younion: „Wenn so viele Kinder in einer Gruppe sind, ist es nicht möglich, jedem Kind zu entsprechen.“ Nach wie vor sei oft nur eine Pädagogin in der Gruppe, eine Aufteilung in kleinere Einheiten, die etwa für den Spracherwerb wichtig wäre, scheitere häufig. (…) Die Interessenvertretung der Elementarpädagogik verlangt daher schon seit Jahren Investitionen in diesen Bereich, weniger Kinder pro pädagogischer Kraft, mehr Platz für die Kinder sowie Dienstzeiten für Team- und Elternarbeit, Weiterbildung und Supervision. „Unsere Forderungen sind eher von vorgestern als von gestern“, so Keller. Sie würden aber immer wieder ignoriert oder an die Länder weiterverwiesen.


Hilfe: Kindergartenkinder werden nicht mehr betreut

Niki Glattauer in Heute (18.1.2021)

Auszug: Am nächsten Sonntag ist Tag der Elementarbildung. Wir nennen sie süß Kindergärten, aber sie sind Bildungsstätten. Vorschulen. Sie sind harte pädagogische Arbeit für unterbezahlte, unterbesetzte und überlastete Heldinnen des Alltags. Deren Gesundheit offenbar niemanden schert.


Kindergärten: Widerstand gegen “Quereinsteiger”

Annenpost (22.12.2020)

Auszug: Immer erst zu handeln, wenn der Hut brennt, ist politisches Versagen”, kommentiert die Leiterin eines Annenviertler Kindergartens, die die Initiative unterstützt. (…) Schlechte Bezahlung und noch schlechtere Arbeitsbedingungen im Bereich der Elementarpädagogik seien die Ursache für den derzeitigen Personalmangel in Kindergärten. Die Gesetzesänderung löse das Problem nicht, sie federe nur kurzfristig die Konsequenzen ab.


Kindergärtnerin: „Wir werden wie der letzte Dreck behandelt“

Der Standard (18.12.2020)

Auszug: „Die Elementarpädagogin betreut häufig über 20 Kinder ganz alleine. Was dazu führt, dass sie einzelne oder mehrere Kinder in der Familiengruppe (zwei bis sechs Jahre) permanent vernachlässigen muss. Entweder die Kleinen, die viel mehr Zuwendung brauchen, oder die Vorschulkinder, die gefördert werden müssen. „Ich kann mich ja nicht zerreißen“, sagt sie.“


Kindergärtner wollen endlich Anerkennung

Kronen Zeitung Steiermark (18.12.2020)

Auszug: Dazu kommt ein seit Jahren kritisierter Personalmangel. Zwar gibt es derzeit laut Büro der zuständigen Landesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) 300 Absolventen von Bildungsanstalten für Elementar-Pädgagogik und Kollegs – aber viele Maturanten wählen einen anderen Weg. „Wenn man sich mit 14 für diesen Beruf entscheidet, hat man eine andere Vorstellung. Ein Tanten-Bild mit Singen und Spielen“, sagt Obendrauf. Die Realität sei anders. „Eltern-Arbeit, Entwicklungsbeobachtung, Dokumentation und die tägliche Bildungsarbeit. Viele wechseln nach kurzer Zeit den Job.“


KindergartenpädagogIn dringend gesucht, dabei gäbe es genug

moment.at (22.10.2020)

Auszug: Viele ElementarpädagogInnen wollen nicht im Kindergarten arbeiten oder schmeißen nach kurzer Zeit hin. Denn die Arbeitsbedingungen sind miserabel. Im EU-Vergleich ist Österreich Schlusslicht, was die Qualität und Rahmenbedingungen in Hort, Kindergarten und Krippe anbelangt. Das ist nicht nur schlecht für die oder den einzelneN KindergartenpädagogIn, sondern vor allem für die Kinder.


Mehr Qualität im Kindergarten gesucht

Der Standard (14.10.2020)

Auszug: „Speziell beim Betreuungsverhältnis klafft ein Loch zwischen Anspruch und Realität: Bis zu 17 Drei- bis Sechsjährige kommen in einigen Bundesländern auf eine Pädagogin. (…) Das ÖIF [Österreichisches Familienforschungsinstitut] empfiehlt als Schlüssel für altersgemischte Gruppen bei unter Dreijährigen ein Verhältnis zwischen 1:3 und 1:5, bei den Drei-bis Sechsjährigen sollten maximal neun Kinder auf eine Pädagogin kommen.“


Elementar, aber nicht eilig: Beirat tagt zu Bildung für Klein- und Kleinstkinder

Der Standard (1.10.2020)

Auszug: „Wer bei der Erstellung dieser Qualitätskriterien mitarbeiten darf? Rund 20 Personen, von Vertreterinnen und Vertretern der Länder über Gemeinde- und Städtebund bis hin zu Expertinnen und Experten, etwa von der Plattform Educare, bei der sich Trägerorganisationen wie Berufsverbände engagieren. Dass keine Sozialpartner mit am Tisch sind, hat Mittwochfrüh gleich vor Beginn der ersten Sitzung für Protest gesorgt.“


Kinderbetreuung: Kritik an neuem Schnellkurs

ORF Steiermark (14.10.2020)

Auszug: “Sowohl Grüne, KPÖ wie auch NEOS sind sich einig, dass das Problem mit der neuen Ausbildungsvariante nicht an der Wurzel gepackt wird – der vorherrschende Mangel an Betreuungskräften liege weniger an den zu hohen Ausbildungsanforderungen, als vielmehr an den unattraktiven Arbeitsbedingungen. (…) Kritik an der neuen Regelung kommt auch von der Jungen Industrie Steiermark.”


Im Kindergarten ohne Ausbildung: Steirische Schmalspurpädagoginnen

Der Standard (8.10.2020)

Auszug: “Beim Problemaufriss sind sich noch alle einig: [Es] fehlen ausgebildete Kindergartenpädagoginnen, die auch tatsächlich den Beruf ausüben. Auch in der Steiermark, und zwar seit vielen Jahren. (…) Geht es nach den steirischen Koalitionären, soll bereits am Dienstag per Initiativantrag im Landtag beschlossen werden, dass künftig auch Personen ohne abgeschlossene pädagogische Qualifikation Kindergartengruppen leiten dürfen (…).”